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    Geländeschnitt Geothermie, Bad Blumau

    Geländeschnitt Geothermie, Bad Blumau

     

     

     

     

    Geothermieanlage, Bad Blumau

    Geothermieanlage, Bad Blumau 

    Die Geothermieanlage in Bad Blumau ist das erste aus privater Hand entwickelte Geothermieprojekt in Österreich. Das Projekt hat seinen Ursprung in den 1970er Jahren, als die Rohöl-Aufsuchungs-AG (RAG) erstmals an dieser Stelle nach Erdöl bohrte. In 2.843 Metern Tiefe stießen sie jedoch nicht auf Rohöl, sondern auf heißes Wasser. Daraufhin wurde das Bohrloch mit beträchtlichem Aufwand wieder verschlossen.

    Erst als sich die Gemeinde Blumau einige Jahre später an den Bauunternehmer Robert Rogner sen. wandte und die Quelle neu geprüft wurde, erkannte man die Qualität des Wassers.

    Rogner begann seine Karierre als Vorarbeiter, wurde bald Polier und leitete schon nach zwei Jahren seine eigenen Baustellen. Nachdem er sich 1966 selbstständig gemacht hatte, wurde er durch die Errichtung moderner Appartmentanlagen und später durch seine Feriendörfer bekannt.

    Mit Rogner begann 1993 der Bau einer Thermen- und Hotelanlage, nachdem mit Zustimmung der steirischen Landesregierung die Quelle wieder geöffnet worden war. Die Thermen- und Hotelanlage wurde 1997 fertig gestellt.

    Drei Jahre später wurde östlich des Ortes Bad Blumau, eine Geothermieanlage errichtet. Die Anlage nutzt das 107°C heiße “Vulkania-Wasser”, das mit einem Eigendruck von 3,3 bar aus der 2.843 m tiefen Bohrung 2 (siehe Karte, nächste Seite) an die Oberfläche gelangt und wandelt es in Strom und Wärme um. Der Strom wird für den Betrieb der Geothermieanlage verwendet, während das heiße Wasser zur Beheizung der gesamten Thermenanlage genutzt wird. Das System ist ein geschlossener Kreislauf, in dem das Wasser an Bohrung 1 mit einer Restwärme von ca. 50°C wieder vollständig verpresst wird. Im “Vulkania-Pool” der Thermenanlage wird das Wasser direkt zum Baden verwendet. Alle anderen Pools werden aus einer separaten Quelle (Bohrung 3 mit einer Tiefe von 970 m) mit mineralreichem Wasser gespeist. Aufgrund seines natürlichen CO2-Gehalts steigt das Tiefenwasser an Bohrung 2 selbständig auf. Das im Wasser enthaltene CO2 wird dabei entsprechend der Umweltauflagen aufgefangen, in Gastanks gelagert und an die Getränkeindustrie (z.B. Red Bull) weiterverkauft. Mit dem Bau der Thermenanlage wurde der Ort in “Bad Blumau” umbenannt, was zugleich der Startschuss für eine touristische Entwicklung dieser Region darstellte

    Kategorien Prozess, Vor Ort — Dezember 11, 2014 at 2:13 pm