POTENZIAL DER OSTSTEIERMARK
Mappings zu regionalen Studien erneuerbarer Energieversorgung in der Oststeiermark
Allgemeiner Überblick zur Energieregion Oststeiermark
Die Region Oststeiermark besteht aus drei politischen Bezirken Weiz, Hartberg und Fürstenfeld.
Mit einer Fläche von 2291 km2 und ca. 178.000 Einwohnern in 118 Gemeinden liegt sie am Fuße
der Ostalpen.
Die einzigen Gemeinden mit mehr als 500 Einwohnern sind Weiz mit 8930, Hartberg mit 6540,
Fürstenfeld mit 5980 und Gleisdorf mit 5770 Einwohnern. Mehr als ein Drittel der Gemeinden in
der Region haben weniger als 1000 Einwohner.
Die Hälfte der Region kann von Graz aus mit dem Auto in ca. 30 Minuten erreicht werden. Diese
gute Erreichbarkeit, die besonders durch die Süd-Autobahn A2 von Graz nach Wien gegeben ist,
fördert das weitere Wachstum und die zerstreute Siedlungsstruktur in der Region.
Die Landschaft im Alpinen Hügelvorland ist hügelig und wird durch Flusstäler mit fruchtbarem
Boden unterteilt. Bergkämme und Flussebenen sind oft von kleinen Wäldern bedeckt. Da mehr als
die Hälfte des Gebietes von Wäldern bedeckt ist, ist die Landschaft in der Region sehr zerstreut.
Die Windgeschwindigkeiten sind verhältnismäßig niedrig und die Windrichtungen variieren.
Ein Hauptenergiepotential im Südosten der Region, rund um die Gemeinden Bad Waltersdorf, Bad
Blumau und Fürstenfeld, ist die Geothermie. In Tiefen von weniger als 1000 m kann bis zu 60°C
heißes Wasser gefördert werden. In 300 m Tiefe hat das Wasser bis zu 110°C. Speziell Wasser
mit einer Temperatur von 100°C würde eine wirtschaftliche Stromproduktion durch ORC möglich
machen. Da es, auch rechtlich, notwendig ist das geförderte geothermische Wasser wieder in die
entsprechenden Bodenschicht zurückzuführen, wurden bis heute keine großangelegten
Geothermieanlagen (ausgenommen die Anlagen in Bad Blumau) verwirklicht.
Kategorien Oststeiermark — März 6, 2013 at 12:11 pm
Raum
Naturräume
Knapp zwei Drittel des heutigen österreichischen Staatsgebietes machen die Alpen (A) aus, bzw. sind Gebirgszonen. Im Norden schließen sich das Salzburgisch-oberösterreichische Alpenvorland (B1), das Niederösterreichische Alpenvorland (B2) mit dem Tullnerfeld (B3) und das Weinviertler Hügelland (B4) an, im Nordosten das Wiener Becken (B5) mit dem Marchfeld und weiter südlich das südöstliche Alpenvorland (B6). Die Vorländer und randalpinen Becken machen jedoch weniger als ein Drittel der Fläche Österreichs aus. Außerdem befindet sich im Norden noch das österreichische Granit- und Gneisplateau mit Mühl- und Waldvierte als Teil der Bömischen Masse (C).
Siedlungsräme
Der größte Teil der agrarisch nutzbaren Fläche (Almen nicht eingeschlossen), sowie der Siedlungsstruktur befindet sich in den Alpenvorländern und randalpinen Becken. Etwa ein Viertel der etwa 8,4 Millionen Österreicher lebt im Ballungsraum Wien, ein weiteres Viertel in den kleinen Groß- und Mittelstädten des Alpenvorlandes von Salzburg über Wels, Linz, St. Pölten, Wiener Neustadt nach Graz, bzw. in deren direktem Umland. Etwa ein weiteres Viertel macht die ländliche Bevölkerung des Alpenvorlandes aus. Und obwohl es mit Innsbruck und dem Tiroler Ballungsraum, sowie den Agglomerationen in Vorarlberg und in Kärnten gibt es zwar noch kleiner Ballungszentren in den Alpen gibt, wohnen hier insegesamt nur noch weniger als ein Viertel der Österreicher.
Aufgrund seiner Geschichte, insbesondere aber auch der Topografie Österreichs, die von den Alpen dominiert wird, sind die wirtschaftlichen und kuturellen Beziehungen einzelner Regionen über die heutigen Staatsgrenzen hinaus, stark räumlich wirksam. So sind die Beziehungen Nord- und Osttirols zu Südtirol und Trentino in Italien (Europregion…), aber auch nach Deutschland wesentlich ausgeprägter, als hin zu anderen Landesteilen. Vorarlberg orientiert sich über den Bodensee wesentlich stärker hin zur Schweiz und nach Deutschland, als zu anderen österreichischen Landesteilen, die fast alle mehrere hundert Kilometer entfernt liegen. In anderen Landesteilen sind die Grenzübergreifenden räumlichen Beziehungen sicherlich weniger stark ausgeprägt und gleichzeitig auch von mehr oder weniger vorsichtiger Ablehnung begleitet. Seien es die Beziehungen zwischen dem Klagenfurter Becken mach Slowenien und Italien, Salzburg nach Deutschland, zwischen Linz und Wien auch nach Tschechien und der Slowakei hin, im Burgenland historisch-kulturell eher nach Ungarn oder deutlicher zwischen Graz und Maribor bis nach Zagreb.











