Manifestieren – Solarstrasse Gleisdorf
Niedrigenergiesiedlung Sundays
Die Siedlung wurde im Zuge des Forschungsprojekts EU-Thermie in Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie, dem Architekturbüro Reinberg und dem Fertighausunternehmen HOLZ-BAU-Weiz errichtet. Ziel war es eine Reihenhaussiedlung umzusetzen, die dem Niedrigenergiehausstandard entspricht und energetisch zum größten Teil durch erneuerbare Energieträger versorgt wird.
6 Reihenhäuser und eine Büroeinheit mit einem Heizenergieverbrauch von 20 kWh/m2a bzw. 33 kWh/m2a (Bürogebäude) wurden errichtet. Die niedrigen Werte werden durch eine speziell für das Projekt entwickelte Wandkonstruktion mit besonders hohem Wärmedämmstandard erreicht. Der Warmwasser- und Raumwärmebedarf wird zu 60 % mithilfe der 213 m2 der thermischen Kollektoren gedeckt, den Rest stellt ein Biomasse- Pelletskessel bereit.
Hervorzuheben ist die neue Nutzung der gegebenen Technik. So wird eine Kollektorfläche, die normalerweise mit Langzeitspeichern verwendet wird mit einem Kurzzeitspeicher kombiniert, wodurch sehr hohe solare Deckungsgrade erzielt werden können. Weiters tragen das Lüftungskonzept und die passive Solarenergienutzung zu einer guten Energiebilanz bei.
Servicecenter Gleisdorf
Die gesamte Kollektorfläche des Service Center beträgt 302 m2, davon befinden sich 134 m2 auf dem Flachdach (im Zeitraum Oktober 2008 bis August 2009 betrug der solare Gewinn 400 kWh/m²) sowie 168 m2 auf den Solarbäumen am Parkplatz dahinter.
Straße der Solarenergie Gleisdorf
Die Straße der Solarenergie, bietet die Möglichkeit auf einer Strecke von ca. 3.500 m die von der Gleisdorfer Innenstadt bis in die Peripherie führt, Sonnenenergie zu erleben und zu besichtigen.
Entlang der Strecke befinden sich 80 Solarobjekte wie der Solarbaum, die technische Sonnenuhr, Solarwegweiser, Solarklavier, Solarstelen, Solarinfoterminal, Solarschaukästen, Solarbrunnen, die Möglichkeiten zeigen Solarenergie zu nutzen.
Einen Teil dieser Straße bildet der im Jahr 1998 umgesetzte „Energy Tree“ nach der Idee des Künstlers Hartmut Skerbisch. Das Gleisdorfer Wahrzeichen besteht aus fünf „Ästen“, die je fünf Blätter mit einer Fläche von 12 m2 tragen. Auf den Blättern befinden sich insgesamt 140 Photovoltaikmodule mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 7 kWp. Pro Jahr und Blatt können 6650 kWh/a Strom erzeugt werden. Die Installation kann so 70 Straßenleuchten der Stadt Gleisdorf mit Strom versorgen.
Photovoltaikanlage an der Autobahn
Im Jahr 2002 wurde Entlang der A2 im Bereich Gleisdorf eine Lärmschutzwand mit integrierter Photovoltaikanlage errichtet. Erstmals wurde auch der Solargenerator vollständig in die Wand integriert, wodurch die Anlage als aktives Lärmschutzelement funktioniert. Die Wand ist 1,3 km lang und beinhaltet 1290 m2 Photovoltaikmodule, die in 1,3 m Höhe und einer Neigung von 60° nach Süden hin ausgerichtet sind. Spitzenleistungen von 101 kWp können erzielt werden.




