STAUSTUFE WIRD FLUSSBAD
Entwurfsverfasser: Nino Bijelic, Mathias Schmid
Wasserkraftwerke sind eine traditionelle Form der Energiegewinnung, insbesondere in Österreich. Die in diesem Zusammenhang errichteten Staustufen in Flüssen stellen oft Barrieren für Flora und Fauna dar und stören das ökologische Gleichgewicht im Ökosystem der Fließgewässer. Im Jahr 2006 entwickelte der österreichische Elektroingenieur Frank Zotlöterer ein Gravitations-wasserwirbelkraftwerk (GWWK) für Kleingewässer, welches sowohl eine Energiegewinnung als auch die Anreicherung von Flora und Fauna in Fließgewässern ermöglicht und somit als „Bioreaktor“ bezeichnet werden kann.
Das Projekt schlägt vor, die an der alten Fuchs-Mühle vorhandene Staustufe in der Safen durch mehrere, kaskadenförmig angeordnete Gravitationswasserwirbelkraftwerke zu ersetzen. Der Ort liegt an einer markanten Anbindung zwischen dem Ortszentrum Bad Blumau und dem Skulpturenpark. Die Safen spaltet sich an dieser Stelle in zwei Flussarmen auf, die eine kleine Insel umschließen. Das Projekt verfolgt den Ansatz, an diesem Ort ein attraktives Flussbad zu entwickeln, welches ein Hybrid aus Energieerzeugung, Aufwertung der Biodiversität in der Safen und der Schaffung von zahlreichen Freizeitnutzungen wie angeln, baden, kegeln, ermöglicht und damit landschaftliche Aspekte mit Aspekten der Energieerzeugung und dem alltäglichen sozialen Leben verknüpft.



