EIN TROPISCHES GEWÄCHSHAUS FÜR DIE THERME
Entwurfsverfasser: Susanne Andres, Miroslava Denina, Katja Körber
Die Therme in Bad Blumau ist aufgrund ihrer Architektur von Friedensreich Hundertwasser eine Touristenattraktion. Das Thema heißer Wasserquellen und der damit verbundenen Wärmeressourcen bietet neben dem Baden und Entspannen weitere Potentiale, welche das Programm der Therme touristisch bereichern können.
Das Projekt nutzt die Restwärmeenergie des Thermal- und Heizwassers, um die Therme mit neuen Gewächshausstrukturen zu erweitern. Sie dienen der Forschung an Tropenpflanzen und -vögeln, sind zudem von Besuchern der Therme erlebbar und bieten die Möglichkeit exotische Früchte direkt vor Ort zu kultivieren und diese in exklusivem Rahmen den Gästen anzubieten.
Die Struktur der Gewächshäuser basiert auf dem Thema Wasser und entwickelt sich aus zwei Parametern: der Erweiterung des fließenden Wasserkreislaufs der Therme und der Möglichkeit Regenwasser zu sammeln. Die daraus entwickelten „Tragkelche“ bilden einen besonderen erlebbaren Raum und erweitern die Raumfolge der Therme im Innern und nach Außen in den Park. Aufgrund der überschüssigen Wärmemengen können nach und nach weitere dieser Kelchstrukturen im Park um die Therme „sprießen“.
Ziel des Projektes ist es, Möglichkeiten in Ergänzung zur Erholung aufzuzeigen und die gewonnene Erdwärme auch für wissenschaftliche Zwecke und die Kultivierung zu nutzen ohne dass sich diese gegenseitig ausschließen.
Kategorien Studentenprojekte — März 21, 2012 at 11:07 am
DIE „NO WASTE DESIGNER“ VON BAD BLUMAU
Entwurfsverfasser: Carmen Bakanitsch, Samuel Föger
Abfall ist heute ein globales Thema, das auch Gemeinden zunehmend interessiert. Das rücksichtslose, „moderne“ Wirtschaften des 20. Jahrhunderts, das ungeachtet der Endlichkeit unserer natürlichen Ressourcen für mehr und mehr Müll gesorgt hat, wird neben den ökologischen Problemen auch zunehmend finanziell ein Thema. Daher entwickeln sich seit einigen Jahren wieder intelligente Kreislaufstrategien für Nähr- und Rohstoffe die mehr und mehr kreativen Boden einnehmen.
Das „No-Waste-Design-Lab“ der Protagonisten dieses Projektes ist ein Ort der sich in Bad Blumau dieser Thematik annimmt und alternative Lösungen entwickelt. Die beiden Protagonisten des Szenarios werden anfänglich durch den Besuch des Filmemachers Werner Boote, der mit seinem Film „Plastic Planet“ Bad Blumau besucht inspiriert.
Die beiden jungen Designer siedeln sich daraufhin am Bad Blumauer Bau- und Abfallhof an und entwickeln nach und nach einen kreative Praxis die vor Ort mit den vorhandenen Reststoffen Neues erschafft. Daneben wird an neue Bio-Materialien geforscht und das anfänglich kleine Labor der beiden wächst zu einem Kompetenzzentrum für Kreislaufwirtschaft und Bio-Design heran.
Die bestehende, heterogene Struktur von Bauhof und Feuerwehr wird durch Wohn-, Arbeits- und Gemeinschafts-, sowie Produktionsräume ergänzt. Eine Neuinterpretation eines gewachsenen „Vierseithofes“ entsteht. Ergänzt wir die Anlage durch angrenzende Felder, für Pflanzexperimente und Testsaaten in Permakultur, für die Biomaterialforschung.
Kategorien Studentenprojekte — März 21, 2012 at 11:07 am
EIN INNOVATIVES KONZEPT FÜR DIE UMGESTALTUNG EINES HOFES
Entwurfsverfasser: Romana Brandstätter, Petra Bachner
Ausgangspunkt dieses Projektes ist ein bestehender Vierseithof im Ortszentrum von Bad Blumau. Nachdem die Schweinewirtschaft vor einigen Jahren aufgrund von Geruchsproblemen ein Ende fand, sind die Bewohner des Hofes für eine neue Nutzung und eine Umorientierung ihrer Wirtschaft offen. Das Projekt schlägt „hybride“ also verschiedenartige Nutzungen vor, die jedoch ein synergetisches Ganzes ergeben – einen Energie-Kultur–Hof des 21. Jahrhunderts.
Ausgehende von den Ideen und Wünschen der vorhandenen Nutzern des Hofes und nach eingehender Analyse der Potentiale des Bestandes sowie der Bedürfnisse der Gemeinde Bad Blumau (kleinere Wohnungen für Jung, wie Alt) schlägt der Entwurf die neuen Nutzungen – Wohnen, Arbeiten, Energieproduktion, Gärtnern und einen Seminarbetrieb vor.
Überlegte und mutige Eingriffe in die bestehende Gebäudestruktur schaffen neuen Raum. Unter einem Solarfeld, das Wärme und Strom für den Betrieb des Wohn- und Arbeitshofes produziert entsteht ein gemeinschaftlicher Lebensraum. Das Silo „bunkert“ fortan Wasserkraft, der Hof wird zum Wintergarten und auch das kleine alte Silo findet transformiert als Hochbeete -Feld Verwendung.
Ein gutes Beispiel wie die klassische Typologie des steirischen Vierseithofes mit neuem Leben gefüllt werden kann.
Kategorien Studentenprojekte — März 21, 2012 at 11:07 am
E – MOBILITÄT IN BAD BLUMAU
Entwurfsverfasser: Kalle Köbler, Lukas Enzinger
Die zunehmende Bedeutung von Elektromobilität birgt neue Potentiale für regionale Siedlungsstrukturen wie Bad Blumau. Energieressourcen für Strom werden zunehmend aus Biogas oder Sonnenenergie gewonnen. Touristen werden gesundheits- und umweltbewusster.
Das Projekt entwirft erste Ansätze einer sanften Erschließung der Region mittels E-Mobilität und entsprechenden Ladestationen an markanten Orten in und um Bad Blumau. Diese Stationen werden nicht als technische tankstellenartigen Infrastrukturen entworfen, sondern integrieren Nutzungsmöglichkeiten, die den Ort bereichern. Anhand von drei prototypischen Beispielen wird die Integration der E-Ladestationen skizziert:
Der zur Zeit einsame S-Bahn-Halt Bad Blumau wird zum Umstiegsplatz für Touristen, welche per Handy-App ihr E-Mobile für Ausflüge in die Region buchen können. Seinen alten Benziner lässt man übrigens in Fürstenfeld stehen und steigt in den „biogas-train-shuttle“, der einen umweltschonend nach Bad Blumau bringt. In Blumau selbst hat man dann die Möglichkeit kurze Strecken per E-Bike oder E-Segway zurückzulegen. Am Supermarkt werden Marktstände mit Ladestationen vorgeschlagen. Die Dächer liefern Solarenergie und spenden Schatten für regionale Produkte, die in diesen „Genussboxen“ erworben werden können. An der Schule in Bad Blumau wird eine neue Tribünenanlage aus Modulen gebaut, welche als neues „Amphitheater“ der Schule und Bad Blumau dient. Ein über den Stufen angebrachtes Solarshed sammelt Solarenergie. Unter den Stufen können E-Bikes damit geladen werden.
Ziel des Projektes ist es, die Möglichkeiten der Integration von neuer umweltbewusster Mobilität und die Schaffung von Orten dafür in Bad Blumau, unter Einbindung der örtlichen Qualitäten und Potentiale aufzuzeigen.
Kategorien Studentenprojekte — März 21, 2012 at 11:07 am
EIN TROPISCHES GEWÄCHSHAUS FÜR DIE THERME
Entwurfsverfasser: Susanne Andres, Miroslava Denina, Katja Körber
Die Therme in Bad Blumau ist aufgrund ihrer Architektur von Friedensreich Hundertwasser eine Touristenattraktion. Das Thema heißer Wasserquellen und der damit verbundenen Wärmeressourcen bietet neben dem Baden und Entspannen weitere Potentiale, welche das Programm der Therme touristisch bereichern können.
Das Projekt nutzt die Restwärmeenergie des Thermal- und Heizwassers, um die Therme mit neuen Gewächshausstrukturen zu erweitern. Sie dienen der Forschung an Tropenpflanzen und -vögeln, sind zudem von Besuchern der Therme erlebbar und bieten die Möglichkeit exotische Früchte direkt vor Ort zu kultivieren und diese in exklusivem Rahmen den Gästen anzubieten.
Die Struktur der Gewächshäuser basiert auf dem Thema Wasser und entwickelt sich aus zwei Parametern: der Erweiterung des fließenden Wasserkreislaufs der Therme und der Möglichkeit Regenwasser zu sammeln. Die daraus entwickelten „Tragkelche“ bilden einen besonderen erlebbaren Raum und erweitern die Raumfolge der Therme im Innern und nach Außen in den Park. Aufgrund der überschüssigen Wärmemengen können nach und nach weitere dieser Kelchstrukturen im Park um die Therme „sprießen“.
Ziel des Projektes ist es, Möglichkeiten in Ergänzung zur Erholung aufzuzeigen und die gewonnene Erdwärme auch für wissenschaftliche Zwecke und die Kultivierung zu nutzen ohne dass sich diese gegenseitig ausschließen.
Kategorien Studentenprojekte — März 21, 2012 at 11:06 am
DAS ENERGIE- KULTURZENTRUM
Entwurfsverfasser: Melanie Glatz, Martina Karner
Ausgangspunkt dieses Projektes ist ein altes leerstehendes Gebäude am Ufer der Safen dem Fluss in Bad Blumau. Das Gebäude, als „Alte Mühle „ bezeichnet, liegt am Wasserkraftwerk im nördlichen Teil Bad Blumaus. Eine Fußgängerbrücke verbindet die beiden Safen Ufer und erschließt auch eine kleine Insel. Das Projekt entwickelt eine Vision für diesen spannenden Ort – ein Energiekulturzentrum soll entstehen.
Die Protagonisten dieses Projektes sind die Initiatoren des neuen Bad Blumauer „Energiekultur Festivals“ das fortan jeden Herbst, nach der Erntezeit die innovativsten Ideen und Technologien im Bereich „Energiekultur“ nach Bad Blumau holt. Pate und Mitinitiator des Festivals und der darauffolgenden Entwicklung des Energiekulturzentrums ist der, für seine innovativen Ideen bekannte langjährige Thermenkurgast und dm-Gründer Werner Götz.
Das Team um den jungen Ko-Initiiator Philipp konzipiert um den genannten Standort ein schlüssiges und sich rasch entwickelndes Konzept. Energieforscher, Landwirte wie Künstler sind fixer Bestandteil des neuen „Energiekultur Festivals“, das bald eines der impulsgebendsten Veranstaltung der Oststeiermark gilt.
Gleichzeitig zur temporären Bespielung des Ortes während des Festivals entsteht mit dem „Energiekultur Zentrum“ ein Ort für die Bad Blumauer, die Touristen und alle die ein wenig urbanen Flair um das neu adaptierte „Mühlengebäude“ genießen wollen.
Das Festival initiiert die Umgestaltung des Ortes zu einem lebendigen Kulturzentrum, das auch übers Jahr funktioniert und beliebt ist.
Das neue Kulturzentrum beherbergt in den alten Gemäuern ein flottes Cafes, eine Bibliothek sowie eine Shop und Veranstaltungsräume. Ein Marktplatz entsteht. Sitztreppen zur Safen und die Aktivierung der schlafenden Safen-Insel für Sport und Freizeitnutzungen geben dem Ort neuen Schwung.
Kategorien Studentenprojekte — März 21, 2012 at 11:06 am
DAS SOZIALE HOLZPROJEKT IM WALD
Entwurfsverfasser: Bettina Koncar, Stefan Kostmann
Seit einiger Zeit werden in der Oststeiermark und Slowenien mit der länderübergreifenden Initiative „SOBIO – Sozialer Biomassehof“ innovative Wege in der Integration arbeitsmarktfernen Menschen in neue zukunftsträchtige Tätigkeitsfelder der kommenden „Energiewende“ erschlossen. Das Projekt „Woodlab“ setzt an diesem Punkt an.
Die Protagonisten dieses Projektes sind Teilnehmer der Initiative „SOBIO“ und in der Region um Bad Blumau tätig. Ihre Aufgabe besteht darin private, mehrheitlich schlecht durchforstete Wälder zu reinigen und Biomasse aus diesen zu gewinnen.
Die beiden sind die Leiter der SOBIO – Gruppe Blumau und überlegen sich nach einiger Zeit für ihr Team eine Art „Homebase“, also einen Aufenthalts- und Arbeitsort für ihre Gruppe im/am Wald zu schaffen.
Mit der Hilfe vom Bürgermeister bekommen sie die Möglichkeit in einem Waldgebiet gegenüber vom Ortszentrum von Bad Blumau Fuß zu fassen.
Da der Ort auch an den Lauf- und Wanderwegen der Wellnesstouristen liegt und die beiden mit ihren Mitstreitern gutes Gespür bei dem Umgang mit dem speziellen Ort beweißen, wird der Ort zunehmend bekannt. Eine Biosauna im Wald entsteht.
Das gesammelte Holz spielt bei der Errichtung und Bewirtschaftung eine zentrale Rolle.
Der Entwurf des Projektteams sieht eine sensible Integration von verschiedenen Raumvolumen an einer Waldlichtung vor. Neben der „Homebase“ dem Treffpunkt der SOBIO-Leute ist auch eine kleine Werkstatt und eine Bio-Sauna Teil des Entwurfs. Verschiedene Holzboxen werden über Treppen erschlossen – eine spannende Raumskulptur am Waldrand.
Kategorien Studentenprojekte — März 21, 2012 at 11:06 am
GEWÄCHSHAUS- STRUKTUREN ZUR RESTWÄRMENUTZUNG
Entwurfsverfasser: Evelien Thuysbaert
Abwärmepotential der bestehenden Thermalwassernutzung in Bad Blumau
Die aktuell durch die Rogner-Therme in Bad Blumau zur Energiegewinnung betriebene Geothermieanlage wird durch den Thermenbetrieb nur anteilig ausgeschöpft. Eine wesentliche Reduktion der Temperatur des 107°C heißen Quellwassers auf ca. 85°C erfolgt durch eine ORC-Anlage, mit welcher die Energie zu einem relativ geringen Wirkungsgrad von max. 20% verstromt wird. Die eigentliche Energie-Entnahme für die Thermennutzung macht eine weitere Reduktion der Wassertemperatur auf 45-55°C aus, bevor das geförderte Wasser wieder in 2700m tiefe Gesteinsschichten reinjiziert wird. Allein eine zusätzliche energetische Nutzung dieses verbleibenden Temperaturunterschieds von 20K im Geothermiewasser würde eine potentielle Leistung von ca. 1,5 MW zur Verfügung stellen. Durch eine Abschaltung der ORC-Anlage könnten weitere 2 MW hinzukommen. Die in Bad Blumau vorhandene und geförderte geothermische Energie würde bereits heute ausreichen um mehrere Hektar konventionelle Glashausfläche oder große Teile der Ortschaft mit Wärme zu versorgen. Die folgenden Isometrien verdeutlichen die Dimensionen der zur Verfügung stehenden Energie anhand potentieller Glashausflächen. Neben dem Energiepotential bietet die Rogner-Therme jedoch auch die Möglichkeit zusätzliche touristische Angebote in Verbindung mit einer nachhaltigen Landschaftsnutzung in Bad Blumau zu etablieren. Die folgenden Projekte zeigen kleinteilige, wie auch umfangreiche, ganzheitliche, Szenarien für eine zukünftige Kulturlandschaft in Bad Blumau.
Beispiel 1: Nutzung der Restwärme ab Heizzentrale
Reinjektion mit 20l/s mit 45/55°C = 20 K
Ptherm = 1,67 MW
Entspricht: 1,34 ha Gewächshaus (mit 6 m Gebäudehöhe und isolierter Doppelverglasung mit k = 0,7)
Beispiel 2: Abschaltung ORC (Geothermie)
potenziell freiwerdende Wärmeenergie bei Abschaltung ORC mit 20l/s mit DT = 25 K
Ptherm = 2,09 MW
Entspricht: 1,8 ha Gewächshaus (mit 6 m Gebäudehöhe und isolierter Doppelverglasung mit k = 0,7)
Beispiel 3: Nutzung der Restwärme (bisher ungenutzte Wärmeenergie)
Rückführung/Reinjektion mit 20l/s mit T = 45/55°C
Ptherm = 3,35 MW (bei ca. 10°C)
Entspricht: 2,34 ha Gewächshaus (mit 6m Gebäudehöhe und isolierter Doppelverglasung mit k = 0,7)
Kategorien Studentenprojekte — März 20, 2012 at 1:18 pm
SUN-WALK BAD BLUMAU
Entwurfsverfasser: Michael Korotaj, Marton Toth
Das Projekt bezieht sich auf die Nutzung von Photovoltaik zur Energiegewinnung im Bereich der öffentlichen Infrastruktur. Die Entwurfsverfasser haben dafür drei touristisch bedeutsame Standorte in Bad Blumau ausgewählt um dieses Thema zu bearbeiten und der Öffentlichkeit näher zu bringen: den Bahnhof, den Landschaftspark zwischen der Therme und dem Ort Bad Blumau und den öffentlichen Platz um die Brunnenanlage im Ortszentrum Bad Blumau.
Für den Bahnhof konzipieren sie im Haltestellenbereich ein multifunktionales Dach aus Solarpanelen, welches einerseits als Wetterschutz dient und gleichzeitig Energie für Ticketautomaten, Infopoints, E-Bike-Ports und E-Tankstationen produziert. Der Sun-Walk Bad Blumau führt weiter durch den Landschaftspark zum Ortszentrum Bad Blumau. Für diesen Weg entwickeln die Entwurfsverfasser einen spezifischen Leuchtentypus, der aus zwei gegenläufig zueinander aufgestellten Masten besteht, die mit einer Solarfolie umspannt sind. Die Leuchten fangen tagsüber Sonnenenergie ein, speichern diese und geben sie nachts über die, in die Masten integrierten LED-Leuchten wieder ab. Die laufenden Betriebskosten der Gemeinde für die öffentliche Beleuchtung können damit um ein Wesentliches reduziert werden. Im Ortszentrum Bad Blumau schlagen die Entwurfsverfasser eine neue Platzgestaltung im Bereich der Brunnenanlage vor mit einem Solarpavillon, der für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden kann.
Kategorien Studentenprojekte — März 20, 2012 at 1:18 pm
STAUSTUFE WIRD FLUSSBAD
Entwurfsverfasser: Nino Bijelic, Mathias Schmid
Wasserkraftwerke sind eine traditionelle Form der Energiegewinnung, insbesondere in Österreich. Die in diesem Zusammenhang errichteten Staustufen in Flüssen stellen oft Barrieren für Flora und Fauna dar und stören das ökologische Gleichgewicht im Ökosystem der Fließgewässer. Im Jahr 2006 entwickelte der österreichische Elektroingenieur Frank Zotlöterer ein Gravitations-wasserwirbelkraftwerk (GWWK) für Kleingewässer, welches sowohl eine Energiegewinnung als auch die Anreicherung von Flora und Fauna in Fließgewässern ermöglicht und somit als „Bioreaktor“ bezeichnet werden kann.
Das Projekt schlägt vor, die an der alten Fuchs-Mühle vorhandene Staustufe in der Safen durch mehrere, kaskadenförmig angeordnete Gravitationswasserwirbelkraftwerke zu ersetzen. Der Ort liegt an einer markanten Anbindung zwischen dem Ortszentrum Bad Blumau und dem Skulpturenpark. Die Safen spaltet sich an dieser Stelle in zwei Flussarmen auf, die eine kleine Insel umschließen. Das Projekt verfolgt den Ansatz, an diesem Ort ein attraktives Flussbad zu entwickeln, welches ein Hybrid aus Energieerzeugung, Aufwertung der Biodiversität in der Safen und der Schaffung von zahlreichen Freizeitnutzungen wie angeln, baden, kegeln, ermöglicht und damit landschaftliche Aspekte mit Aspekten der Energieerzeugung und dem alltäglichen sozialen Leben verknüpft.






































